2020 - auf ein neues Jahrzehnt - Versicherungen vergleichen und wechseln - v-f-d.de

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Guten Tag,

ich wünsche Ihnen einen guten und vor allem gesunden Start ins neue Jahrzehnt, das gerade einige Tage alt ist.
Kaum ist das Jahr 2019 vergangen, werden wir in der Branche wieder mit beunruhigenden Neuigkeiten konfrontiert.
GF
Die Vorsorgelandschaft wird durch die weiterhin andauernde Null-Zins-Politik bestimmt, die den Lebensversicherern stark zusetzen. Neue Vorsorgemodelle beinhalten (auch) deshalb immer höhere Risiken und Kosten.
Eine große Anzahl von Unternehmen gelingt es wohl nicht mehr, einst gemachte Zusagen an ihre Kunden einzuhalten.
Daraus ergibt sich auch, das verlässliche Prognosen über Zahlen und Fakten nicht haltbar sind.
Ein großer deutscher Versicherer trennte sich bereits von seinem (Alt)Bestand bzw. hat diesen an Investoren verkauft.
Noch vor kurzem ein undenkares Szenario. Weitere werden (sicher) folgen.
Dies ist mithin ein Grund, weshalb die "normalen" Lebens- bzw. Rentenversicherungen der Tod vorausgesagt wird und m.E. eine Beratung mit solch hohen Risiken versehen ist, dass diese sich für beide Parteien kaum lohnen.

Die etablierten privaten Krankenversicherer trifft diese Zins-Entwicklung ebenso, denn die Anlage für u.a. notwendige Altersrückstellungen läuft damit praktisch gegen die Zukunft. Hohe Beitragsanpassungen bei Bestandskunden sind m.E. weiter unumgänglich und ich erwarte keine tiefgreifende Wende dieses Geschehens. Die aktuelle Politik setzt keine Rahmenbedingungen, die dieser Branche wirklich helfen. Der einstige einfachere Zugang in eine private (Voll)Krankenversicherung wie noch in den 90er Jahren ist wohl endgültig vorbei und damit auch ein Wettbewerb. Auch hier sehen die zukünftigen Rahmenbedingungen kaum besser aus und sprechen eher gegen den Wechsel aus der gesetzlichen Krankenkasse, die vom Gesetzgeber klar präferiert wird. Aus Beratungssicht kann man deshalb eine abwartende Haltung verstehen.
"Erfreulicherweise" sind inzwischen Private Zusatzversicherungen weitgehend etabliert und decken fehlende Leistungen ab. Hier lohnt sich ein vergleichender Blick auf den eigenen Vertrag.

Die Risiko-/Schadensversicherer sind ebenso vom Geldmarkt berührt, können ihre Tarife aber schneller ändern. Und Schäden fallen eher ins Gewicht. Wussten Sie, dass die Versicherer 2019 Schä­den von 3,2 Mil­li­ar­den Euro durch Stürme, Hagel und Star­kre­gen zu verzeichnen hatten? In vielen Bereichen werden sich Prämien verteuern und die Rentabilität eines Vertrages im Vordergrund steht. Ein "Vertragshopping" kann damit auch zur Ablehnung eines Risikos führen.
Bei den Rechtsschutzversicherern ist dies bereits längst etabliert und die Annahme eines Antrages scheitert nicht selten an seiner Vorgeschichte.
Im Privatkundengeschäft setzt sich der Trend zum möglichst konfektionierten Vertrag fort.
Weniger Selektion und mehr Einschlüsse von Gefahren ist der Schlüssel.
Dies ist der fehlenden Risikobereitschaft des Einzelnen geschuldet, beugt aber auch Lücken vor und kostet schlichtweg weniger.
Bei einigen unseren Produktpartern finden sich wirklich clevere Einschlüsse von Risiken zu einem akzeptablen Beitrag.

Apropos Kosten:
An der Personaldecke der Versicherer wird weiterhin emsig gespart und die Anzahl der Services nimmt ab. Auch unser Berufsstand hat deshalb mit vielen Unzulänglichkeiten zu kämpfen, da wir auf diese Stellen angewiesen sind. Nichtzuletzt deshalb ist es ein offenes Geheimnis, dass sich nun viele Kollegen auch altersbedingt verabschieden.

Wie gut war das Jahr für die Branche?
Die Versicherer informieren dazu Ende Januar.

Fazit:
Die Produktlandschaft ändert sich auch in diesem Jahr rasant und die allermeisten Versicherer setzen auf eine immer kostengünstigere Vertragsverwaltung durch hohen technischen Einsatz. Damit werden neue Produkte schneller realisierbar, gleichzeitig ist die Angebotsvielfalt um einiges weiter gewachsen. Die Versicherer befinden sich auf einem Konsolidierungsweg, der auch Opfer kennt und der Wettbewerb schwindet. Aus Beratersicht steht das Sinnvolle oft auf einem anderen Blatt und ein umfassender und wirklich kompletter Marktüberblick mit allen Tarifen ist schlichtweg unmöglich, da auch gar nicht ermittelbar.

Lassen Sie mich an dieser Stelle auf die grundlegenden Änderungen der europäische Richtlinie/n des Datenschutzschutzes anmerken, die an Vielen zwar als Pressemeldung vorbeiging, für alle Beteiligten aber verbindlich ist. Ohne Vorlage einer entsprechenden Einverständniserklärung setzen wir uns unnötigen Risiken aus.

Genug der unschönen Nachrichten. Es wird in diesem Jahr auch die eine oder andere gute Nachricht geben und es passieren trotzdem weiterhin unvermeidlich Schäden über die man sich besser nicht ärgern sollte.
Man sollte den Dingen ins Auge sehen, sie aber auch mit dem nötigen Abstand betrachten.

Ihr
Wolfgang Daubenberger


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